LGoony – Intergalactica (Albumkritik)

Nach einer kreativen Schaffenspause meldet sich der Kölner Rapper LGoony eindrucksvollen mit einem neuen Album zurück. Die neue Platte trägt den vielversprechenden Titel „Intergalactica“ und markiert zugleich einen neuen Abschnitt in LGoonys Diskographie.

Seine bisherigen Mixtapes „Space Tape Vol. 1: Goonyverse“, „Grape Tape“ und auch das Kollabo-Album „Aurora“ , das er gemeinsam mit Crack Ignaz („Marmeladé“ ) aufgenommen hat, waren je als kostenloser Download erhältlich.

Die 13 neuen Songs wird es erstmals nicht mehr nur als Free Download (via Airforce Luna), sondern auch als physischen Tonträger in Form einer CD und als digitalen Download geben. Darüber hinaus wird „Intergalactica“ auch auf diversen Streaming-Portalen verfügbar sein.

LGoony veröffentlicht „Intergalactica“

Mit „Heilig“ und „Utopia“ sind bereits zwei Songs vor dem offiziellen Release-Termin des Albums, das ursprünglich als Mixtape angelegt war, erschienen. Die Vorab-Singles weisen bereits auf das hin, was man in Albumlänge erfahren wird. Die Fertigkeiten von LGoony haben sich deutlich weiterentwickelt. Die Texte sind deutlich ernster geworden, gleichzeitig kommt Sound stellenweise recht düster daher. Doch das tut der Qualität der Songs keinen Abbruch.

Nach zwei Jahren des Hypes, zeigt der Kölner Rapper nun, das er es tatsächlich ernst meint. Und dem etablierten Rap-Business den lyrischen Mittelfinger weiter deutlich unter die Nase hält.

Neben „Heilig“ , dem vielleicht besten Track auf „Intergalactica“ , markiert „Kanye West“, wo Haiyti aka Robbery den Feature-Part übernimmt, ein weiteres Highlight. Die beste Balance zwischen Beats und Rap-Parts liefert aus meiner Sicht der Track „Babylon“ , der erst nach mehrmaligem Hören seine volle Wucht entfaltet.

Seine nachdenkliche Seite lässt Goony auf Tracks wie „Souvenirs“ und „Blutmond“ durchblicken – ruhige Gesangsparts mit einem jeweils sehr reduzierten Beat von No Tricks und Minhtendo.

Für Gary Cooper hat sich LGoony die Unterstützung von Hellraiser aka Yaesyaoh gesichert. Die düsteren Beats liefert Dj Heroin, was perfekt zum Ganster-Thema des Songs passt. Zum Abschluss schießt LGoony dann „Hochhaus“ in den Äther, einen lässigen Hänger-Track, den man mit und ohne bewusstseinserweiternden Substanzen genießen kann. Vollkommen egal. High wird man von dieser erfrischenden Musik ohnehin.

Das neue LGoony Album „Intergalactica“ erscheint am 23. Dezember 2016 bei Airforce Luna/Believe Digital.

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Intergalactica – Tracklist

1. Intergalactica [prod. Nnty]

2. Heilig [prod. Nikki 3k & Karol Tip]

3. Bugatti [prod. Prosp3ct]

4. Babylon [prod. Dj Heroin & hnrk]

5. Verlieren [prod. Dj Heroin]

6. Utopia [prod. GEE Futuristic & Nikki 3k]

7. Für immer [prod. GEE Futuristic & Nikki 3k]

8. Backstage [prod. Prosp3ct]

9. Souvenirs [prod. No Tricks]

10. Kanye West feat. Haiyti aka Robbery [prod. Dj Heroin & hnrk]

11. Blutmond [prod. Minhtendo]

12. Gary Cooper feat. Hellraiser aka Yaesyaoh [prod. Dj Heroin]

13. Hochhaus [prod. Atilla]

Cover-Artwork: Jana von Schnell

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