Modulok – Modulok (Review & Tracklist)

Mit dem Jahreswechsel hatten es die Jungs der Indie-Rock-Band Modulok bereits via Facebook verlauten lassen: Das neue Album ist endlich fertig. Fast acht Jahren sind seit dem Debüt „Terrified of Heights“ aus dem Jahr 2006 vergangen. Als ersten Appetit-Happen gab es den Song „Lock The Key“ zu hören, der nun auch auf „Modulok„, dem selbstbetitelten zweiten Album der Band wieder findet. Zehn Tracks sind es insgesamt geworden und gegenüber dem Vorgänger hat sich musikalisch – zum Glück – nicht viel geändert. Etwas rauer sind die Tracks vielleicht geworden, aber die eingängige Stimme von Sänger Robin Erdmann sticht noch immer markant hervor. Doch mit dem Release, der als Free Download via SoundCloud stattgefunden hat, kündigte die Band auch zugleich an, dass man sich mit dem Erscheinen von „Modulok“ auflösen wird. Die Begründung ist dafür simpel wie einfach: Mittlerweile haben die vier Mitglieder andere Projekte und Pläne, von daher hat man sich zu dem Schritt entschieden. Nachvollziehbar.


Modulok: Review & Tracklist

Doch abgesehen von der Nachricht über die Auflösung der Band, lohnt es sich in jedem Fall, einmal genauer in die zehn Songs der Platte reinzuhören. Auch wenn Intro-Autor Thomas Renz bei dem Debüt noch die Frage stellte: „Ja, passt denn hier gar nichts zusammen?“, konnte man sich auch schon damals von dem Können der Jungs überzeugen lassen. Klar, die Vorbilder aus dem Indierock-Umfeld sind klar zu erkennen: Jimmy Eat World, Starmarket, The Get Up Kids oder aber auch Texas Is The Reason. Aber ist es wirklich so schlimm, wenn ein paar Jungs aus dem Hamburger Umland anfangen Musik zu machen, weil sie sich von ihren Vorbildern inspirieren lassen? Ich denke nein. Denn manchmal bedarf es nicht nur Können, sondern auch einer ordentlichen Portion Dreistigheit und auch Glück, um es auf große Bühnen und in das Airplay von Radiostationen und DJs zu schaffen.

„Sinful Connection“, die offizielle Single-Auskopplung aus „Terrified of Heights“, ist ein gutes Beispiel dafür. Handwerklich ein wirklich guter Song, mit einer vielleicht etwas einfachen Message. Aber warum müssen Songs von deutschen Bands immer solchen Tiefgang haben? Erwartet man von vielen anderen Künstlern, gerade aus dem anglo-amerikanischen Raum auch nicht. Von daher habe ich mit Genuss in die neuen Songs von Modulok reingehört und zu meiner Freude festgestellt, dass mich diese Musik noch immer so packt, wie vor ein paar Jahren. Die Themen sind immer noch dieselben: Herzschmerz, Angst vor dem Erwachsenwerden, Angst vor einem Auftritt,  das Führen einer ernsthaften und ehrlichen Beziehung. Finde ich nicht schlimm, darüber ein paar Worte zu verlieren.

Das schöne an „Modulok“ ist aus meiner Sicht, das sich viele Songs so anhören, als hätten sie auch ohne Weiteres auf dem Debüt wiederfinden können. „Stage Fright“ ist ein gutes Beispiel für den Sound der Band, die mich damals wie heute überzeugt, ja begeistert. Von daher wünsche ich Robin, Ingo, Malte, Matze viel Erfolg für ihre weiteren Projekte. Hat Spaß gemacht euch zuzuhören.

Meine Anspieltipps: „The Ghost of You“, „TIme Will Tell“, „Nestling“ und „Stage Fright“.

Modulok: Tracklist

1. Feels Ok To Fall
2. Lock The Key
3. The Ghostly You
4. Time Will Tell
5. One For The Ride
6. Mugwump
7. Nestling
8. Promises
9. The Weakest Link
10. Stage Fright

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