Silverstein Hamburg 2013: Markthalle (Konzert)

Silverstein – Hamburg, 12.04.2013 @ Markthalle

Ein Silverstein Konzert ist seit jeher etwas Besonderes. Auf jeden Fall für Personen, die sich der 30 langsam nähern und diejenigen, die wie ich die 30 bereits überschritten haben. Denn der Sound der Post Hardcore / Screamo Band aus dem kanadischen Burlington im Bundesstaat Ontario mag so gar nicht zu dem passen, was sich mir dann beim Soundcheck in der gut gefüllten Markthalle in Hamburg für ein Bild bietet. Hier sind Teens – mit und ohne Eltern -, Twens, Pärchen, Erzieher und Lehreranwärter genauso anzutreffen, wie erprobte Oldschool-Metaller und welche, die es mal werden wollen. Und natürlich ich samt (männlicher) Begleitung, der sich seit Studientagen abseits des musikalischen Mainstreams und dem Dauer-Replay der Formart-Radio-Stationen bewegt. Im letzten Jahr haben Silverstein noch im Grünspan gespielt, dieses Jahr nun alos die Markthalle, Einlass 18 Uhr, Beginn des Konzerts mit zwei Vorbands (unter anderem „Funeral for A Friend“) dann ab 19 Uhr.

Silverstein Hamburg 2013: This Is How The Wind Shifts

Gegen 20:40 Uhr kommen dann Silverstein, die wohl auch mit Rücksicht auf die Zielgruppe und die daraus resultierenden Konzertbesucher, etwas früher angefangen haben, auf die Bühne und legen gleich richtig los. Und was zudem noch auffällt – bereits ab dem ersten Akkord oder besser gesagt: der ersten Textzeile, wird lauthals mitgesungen. Aus voller Lungenkraft. Was bei manchen Konzerten bzw. den Besuchern verpönt zu sein scheint, ich verweise an dieser Stelle gerne auf den Text von Tobias Becker aus dem KulturSPIEGEL, gehört hier zum sprichwörtlich guten Ton. Und auch Shane Told und seine Mannen ermuntern mehr als einmal das Publikum, mitzusingen. Was ich dann auch mache.

Das Konzert ist ein gelungener Mix aus neuen Songs, Liedern der früheren Alben und absoluten Klassikern wie „My Heroine“, „Smashed Into Pieces“ und „Smile In Your Sleep“. Und nachdem Silverstein an diesem Abend echte Spielfreude versprühen, dauert das Konzert auch gute 90 Minuten. Im Grünspan war letztes Jahr nach rund 60 Minuten Schluss. Was nicht immer schlecht sein muss, weil Silverstein auf unnötig lange Ansagen oder Kommentare verzichten und eigentlich immer „ihr musikalisches Ding“ machen.

Silverstein: Keine Festivals 2013 in Deutschland

Ich bin zumindest vollkommen zufrieden, die Jungs wieder einmal live gesehen und vor allem die neuen Songs auch mal live gehört zu haben. Der zunächst matschige Sound wurde dann auch nach zwei, drei Songs deutlich besser. Bis zum nächsten Mal. In Deutschland werden Silverstein in diesem Jahr keine Festivals mehr spielen – Japan und die Vans Warped Tour in den USA (zwei Konzerte in London, UK) stehen dafür auf dem Programm.

Silverstein – Massachusetts [LIVE]

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