Soundbar – Akita Mani Yo (Kritik)

Es ist wirklich nicht einfach den Sound der Band Soundbar zu beschreiben. So unterschiedlich klingen die Songs auf ihrem Debütalbum „Akita Mani Yo„. Beim Titel fällt nach einiger Recherche und beim Blick auf das Cover auf, dass die Indianer zum zentralen Thema der Platte zählen. Kein Wunder, tragen die Songs doch Namen wie „Wild Wild West“, „Mississippi“ oder eben „Indianer“. Akita Mani Yo heißt in der Sprache der Navajo-Indianer übersetzt wiederum so viel wie: Ich wünsche dir alles Gute. Und das kann man der sechsköpfigen Indie-HipHop-Kombo wohl auch wünschen, wenn in der kommenden Woche der erste Longplayer in die Läden kommt. Soundbar, das sind zwei Rapper, eine Sängerin – begleitet von weiteren Musikern an Gitarre, Bass, Keyboard, Schlagzeug und Posaune. Mich persönlich hat der Sound gerade beim ersten Durchhören ein wenig an Seed, Culcha Candela oder auch Luis Laserpower (haben sich mittlerweile leider aufgelöst) erinnert.

Soundbar veröffentlichen ihr Debütalbum

Die Songs machen allesamt gute Laune, ohne dabei textlich zu überfordern. Und das ist eindeutig positiv gemeint. Darüber hinaus gibt es keine belehrenden Elemente oder verkopfte politische Botschaften, die dem Hörer den Zugang zur Musik erschweren könnten. Eine Tauglichkeit für das klassische Formatradio kann ich daher nicht verneinen. Das übergreifende Thema „Indianer“ fasziniert auch dahingehend, dass es inhaltlich als verbindendes Element der eizelnen Songs auf der Platte dient. Der erste und letzte Track des Albums – in denen ein Erzähler zu Wort kommt – dienen als textliche Klammer, die den Hörer in die Welt der Kombo eintauchen lässt. Soundbar wollen eben nicht als eine billige Kopie einer erfolgreichen Band daherkommen, sondern ein eigenständiges Konzept abliefern. Und das besteht für mich aus einer guten Mischung aus poppigen Songs, aber auch viel Reggae und eben Hip Hop. Die Eigenständigkeit der Band bleibt zu jedem Moment auf dieser Platte gewahrt.

Auf „Candelistan“-Tour mit Culcha Candela

Richtig spannend dürfte es sein, die Band einmal in voller Aktion und mit richtiger Bühnenshow erleben zu dürfen. Und dazu wird es zeitnah auch zahlreiche Möglichkeiten geben. Denn direkt nach der Veröffentlichung von „Akita Mani Yo“ geht es ab dem 20. Oktober als Support-Act auf die „Candelistan„-Tour von Culcha Candela. Dabei werden zahlreiche Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz bespielt. Wer die Band live erleben möchte, sollte sich also rechtzeitig um ein Ticket kümmern.

20.10. Werk 2, Leipzig
21.10. Capitol, Hannover
22.10. FZW, Dortmund
23.10. Modernes, Bremen
25.10. Docks, Hamburg
27.10. Batschkapp, Frankfurt
28.10. Maimarkt Club, Mannheim
29.10. Longhorn, Stuttgart
30.10. Bierhuebeli, Bern (CH)
1.11. Dynamo, Zürich (CH)
2.11. Stadthalle, Singen
3.11. Tonhalle, München
4.11. Ottakringer Brauerei, Wien (AT)
6.11. E-Werk, Erlangen
7.11. Hegelsaal, Bamberg
8.11. Freiheitshalle, Hof
9.11. Live Music Hall, Köln
10.11. Ringlokschuppen, Bielefeld
11.11. Columbiahalle, Berlin

Soundbar Akita Mani Yo Cover album Artwork
Akita Mani Yo: Das Debütalbum von Soundbar Bild: Intono Records

 

Das neue Album „Akita Mani Yo“ erscheint am 16. Oktober 2015 bei Intono Records.

Akita Mani Yo: Tracklist

1. Akita Mani Yo
2. Mississippi
3. Über Flüsse
4. Lass Dich Fallen
5. Antiheld
6. Indianer
7. Wild Wild West
8. Alles Gut, Alles Okay
9. Typen Wie Wir
10. Für Dich
11. Nie Erwachsen
12. Generation X
13. Akita Mani Yo [Part 2]

Foto-Credit (oben): facebook.com/SoundbarRecords

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