Undercut

Hipster Lexikon Street Jugendsprache Yolo

Was vor Jahren noch Indie-Poppern, Metal-Heads, Goth-Punkern und trendbewussten Mode-Ikonen vorbehalten war, hält seit einigen Jahren auch in deutschen Fußgängerzonen Einzug: der Undercut. Doch worum handelt es sich dabei genau? Zunächst sei erklärt, dass mit einem Undercut eine Frisur, also ein Haarschnitt gemeint ist. Dabei ist das Haupthaar meist in normaler Länge geschnitten, die Seiten aber deutlich kürzer, wenn nicht sogar komplett abrasiert. Dass der Trend nun auch bei Teenagern und Twens angesagt ist, liegt vor allem auch an Zielgruppen konformen Stars wie Rihanna – korrekterweise muss man hier sogar von einem Sidecut sprechen, da die Sängerin die Haare meist nur auf einer Seite abrasiert hatte -, David Beckham und sogar Fußballer Mario Gomez gab sich bereits trendbewusst und lief mit Undercut-Frisur auf. Der Trend ist natürlich nicht neu, sondern trat bereits in den 20er Jahren auf. In den 80er kam es dann zu einem erneuten Revival, in den 90ern war sogar Filmstar Tom Cruise einer der bekanntesten Träger des jetzt wieder in Mode gekommenen Frisurentrends.

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Swag

Hipster Lexikon Street Jugendsprache Yolo

Durch den österreichischen Pseudo-Rapper Money Boy wurde der Begriff Swag entscheidend im deutschsprachigen Raum etabliert. Mit „Dreh den Swag auf“ einer fast schon dreist platten Kopie des Songs „Turn my swag on“ des amerikanischen Rappers Soulja Boy, konnte der Österreicher mittlerweile mehr als 17 Millionen Youtube-Klicks erzielen. Kein Wunder, dass Swag schließlich in einer Befragung des Langenscheidt Verlages zum Jugendwort des Jahres 2011 gewählt wurde. Mittlerweile ist der Hype im den Begriff Swag etwas abgekühlt, aber auf der ein oder anderen Hipster-Party wird er, wenn auch meist ironisch, noch gebraucht.

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Yolo

Hipster Lexikon Street Jugendsprache Yolo

Der Begriff Yolo ist die Kurzform für „You only live once“ und wurde im vergangenen Jahr zum Jugendwort des Jahres 2012 gekürt. In der Jugendsprache ist der Begriff Yolo damit gleichzusetzen mit älteren Sprichwörtern wie „Man lebt nur einmal“ oder „Carpe diem“ („Nutze den Tag“). Der Berliner Spaß-Rapper MC Fitti etablierte mit seinem Song #Yolo den Begriff erneut und traf damit unweigerlich den Nerv einer größtenteils jugendlichen Hipster-Generation, die für friedliches Feiern und Miteinander steht. Das nicht ansatzweise so etablierte Akronym Yodo steht für „You only die once“ und wird in ähnlicher, wenn auch nicht so inflationärer, Art und Weise für die Beschreibung des selben Zustands genutzt.

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Silverstein Hamburg 2013: Markthalle (Konzert)

Silverstein Ticket Deutschland Tour 2013

Silverstein – Hamburg, 12.04.2013 @ Markthalle

Ein Silverstein Konzert ist seit jeher etwas Besonderes. Auf jeden Fall für Personen, die sich der 30 langsam nähern und diejenigen, die wie ich die 30 bereits überschritten haben. Denn der Sound der Post Hardcore / Screamo Band aus dem kanadischen Burlington im Bundesstaat Ontario mag so gar nicht zu dem passen, was sich mir dann beim Soundcheck in der gut gefüllten Markthalle in Hamburg für ein Bild bietet. Hier sind Teens – mit und ohne Eltern -, Twens, Pärchen, Erzieher und Lehreranwärter genauso anzutreffen, wie erprobte Oldschool-Metaller und welche, die es mal werden wollen. Und natürlich ich samt (männlicher) Begleitung, der sich seit Studientagen abseits des musikalischen Mainstreams und dem Dauer-Replay der Formart-Radio-Stationen bewegt. Im letzten Jahr haben Silverstein noch im Grünspan gespielt, dieses Jahr nun alos die Markthalle, Einlass 18 Uhr, Beginn des Konzerts mit zwei Vorbands (unter anderem „Funeral for A Friend“) dann ab 19 Uhr.

Silverstein Hamburg 2013: This Is How The Wind Shifts

Gegen 20:40 Uhr kommen dann Silverstein, die wohl auch mit Rücksicht auf die Zielgruppe und die daraus resultierenden Konzertbesucher, etwas früher angefangen haben, auf die Bühne und legen gleich richtig los. Und was zudem noch auffällt – bereits ab dem ersten Akkord oder besser gesagt: der ersten Textzeile, wird lauthals mitgesungen. Aus voller Lungenkraft. Was bei manchen Konzerten bzw. den Besuchern verpönt zu sein scheint, ich verweise an dieser Stelle gerne auf den Text von Tobias Becker aus dem KulturSPIEGEL, gehört hier zum sprichwörtlich guten Ton. Und auch Shane Told und seine Mannen ermuntern mehr als einmal das Publikum, mitzusingen. Was ich dann auch mache.

Das Konzert ist ein gelungener Mix aus neuen Songs, Liedern der früheren Alben und absoluten Klassikern wie „My Heroine“, „Smashed Into Pieces“ und „Smile In Your Sleep“. Und nachdem Silverstein an diesem Abend echte Spielfreude versprühen, dauert das Konzert auch gute 90 Minuten. Im Grünspan war letztes Jahr nach rund 60 Minuten Schluss. Was nicht immer schlecht sein muss, weil Silverstein auf unnötig lange Ansagen oder Kommentare verzichten und eigentlich immer „ihr musikalisches Ding“ machen.

Silverstein: Keine Festivals 2013 in Deutschland

Ich bin zumindest vollkommen zufrieden, die Jungs wieder einmal live gesehen und vor allem die neuen Songs auch mal live gehört zu haben. Der zunächst matschige Sound wurde dann auch nach zwei, drei Songs deutlich besser. Bis zum nächsten Mal. In Deutschland werden Silverstein in diesem Jahr keine Festivals mehr spielen – Japan und die Vans Warped Tour in den USA (zwei Konzerte in London, UK) stehen dafür auf dem Programm.

Silverstein – Massachusetts [LIVE]

EA80 Bremen Schlachthof 2013: Konzertbericht

ea80 bremen schlachthof 2013

Seit 1980 sind die mittlerweile leicht ergrauten Herren der deutschen Punk-Kombo unter dem Namen EA80 auf deutschen Bühnen zu sehen. Doch die Live-Auftritte sind rar, denn die Formation um Frontmann „Junge“ ist gänzlich unprofessionell unterwegs. Aber nur in Bezug auf die Vermarktung. Denn die Mönchengladbacher haben kein Interesse, so scheint es zumindest, an zu viel Aufmerksamkeit und Trubel. Die meisten Tonträger sind daher auch nur auf Tauschbörsen, gut sortierten Plattenläden und natürlich auf den Konzerten erhältlich. Das letzte kreative Werk „Definitiv: Nein!“  ist bereits 2011 erschienen.

EA80 Bremen 2013: Seltener Gig der deutschen Punks

Im Schlachthof Bremen sorgte die Punk-Band dann wie erwartet für einen großartigen Abend – gute Performance, gute Set-List und ein gut ausgesteuerter Ton, wie auch dem unten angehängten Video „Was ist geblieben?“ (LP: III, 1992) zu entnehmen ist. Nach einer mäßigen Vorband, gaben die vier Punks dann mächtig Gas und spulten ein Programm von gut 110 Minuten inklusive Zugaben ab.

Video-Clip in HD-Qualität zum EA80 Song „Was ist geblieben?“


EA80 am 12.01.2013 in Bremen

Location: Kulturzentrum Schlachthof e.V.