Bewusst Schnurrbart / Moustache tragen: Muss das sein?

Dresden Streetart Graffiti Monkeys Affentheater

Wieder so eine Frage, die mich seit längerem umtreibt. Denn muss man sich wirklich „verkleiden“ um heute noch in seiner „peer group“ akzeptiert oder bewusst nicht akzeptiert zu werden. Die Schnurre, der Schnäuzer, Schnurrbart oder kosmopolitisch: Moustache, ist seit ein paar Jahren wieder auf dem Vormarsch. Was bei Papa auf meinen alten Kinderfotos noch richtig dämlich aussah (ja, echt jetzt), kommt nun wieder gut an? Ich glaube nicht. Denn gerade verbotene Kombis von Schnurrbart, Jeans-Hemd, Jute-Beutel und digitaler Spiegelreflex-Kamera (absolutes Klischee, dass aber leider auch bestätigt wird) sind auf dem Vormarsch. Aber dazu haben sich Kraftklub ja schon in dem Song „Ich will nicht nach Berlin“ ausgelassen.

Moustache und Co.: Für mich urbaner Karneval

Ja, ich kann die Hater verstehen, die mich als spießigen Großstädter mit zu wenig Sinn für Style und – Achtung! – Zeitgeist abstrafen werden. Aber für mich ist ein Schnurrbart im Gesicht eines Hipsters einfach nur lächerlich und könnte ebenso aufgeklebt sein. Taugt als Verkleidung im urbanen Großstadt-Dschungel nämlich genauso gut. Denn neben der ganzen Style-Debatte fällt dann auch wohl nicht mehr auf, dass man am Ende nicht mehr „unique“, also extravagant und auffallend, sondern beliebig, da oft kopiert wirkt. Karneval im Alltag eben.

Am Ende soll und darf das natürlich jeder gerne selber entscheiden. Ich hingegen finde es doof bis unangebracht, da peinlich. Der echte Schnäuzer gehört für mich weiterhin in das Gesicht meines Vaters auf den Kinderfotos vergangener Tage. Oder dann lieber doch das volle Programm wählen auch auch im Hochsommer Vollbart tragen. Geht auch mit Basecap und Sonnenbrille, wie MC Fitti eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Word!