100 Jahre in 100 Minuten: Die Springer-Revue

In der letzten Folge von „Sanft und Sorgfältig“ vom 28. Februar (hier zum Nachhören) hatten Jan Böhmermann und Olli Schulz über die Revue zum 100. Geburtstag von Axel Springer gesprochen. Und sich darüber ausgelassen, dass ein Autor wie Benjamin von Stuckrad-Barre für eben diesen Medienkonzern (Bild, Welt) diese Revue mitinszeniert hat. Schon komisch, dass Stuckrad-Barre, der durch pop-kulturelle Bücher wie „Soloalbum“ und „Blackbox“ bekannt geworden ist, so eine Auftragsarbeit angenommen hat. Das Stück „100 Jahre in 100 Minuten“ ist bereits im Jahr 2012 vor Mitarbeitern des Konzerns anlässlich des Jubiläums aufgeführt worden. Eröffnet wird es durch einen Monolog von Vorstandschef Mathias Döpfner – in Kapuzenpulli.

„100 Jahre in 100 Minuten“ von Stuckrad-Barre

Geschrieben wurde das Stück von den Autoren Peter Huth und Benjamin von Stuckrad-Barre. Regie führte Ulrich Waller. Hier gibt es die komplette Springer-Revue in voller Länge. Der Clou: Während der Radiosendung hatte das Video laut Böhmermann lediglich 935 Aufrufe. Mittlerweile hat der Clip bei knapp 4200 Klicks. Merke: Radio wirkt!

„100 Jahre in 100 Minuten: Die Springer-Revue (Video)“

Showtime statt Festakt! Die rund 1.000 Gäste, die sich am Abend des 2. Mai 2012 anlässlich des 100. Geburtstages von Axel Springer im Berliner Axel-Springer-Haus einfanden, hatten sicher anderes erwartet. Die üblichen Reden und Grußworte, dazu feierliche Musikdarbietungen. Doch es gab keine einzige Rede. Was geboten wurde, war kein Festakt, sondern eine 100-minütige Zeitreise durch das Leben Axel Springers: Von der Unternehmensgründung über die Erfindung der BILD-Zeitung und die Auseinandersetzung mit der Studentenbewegung bis hin zur Bespitzelung des Verlegers durch die Stasi. Lebensstationen, wichtige Wegmarken, Überraschendes und Widersprüchliches, Höhepunkte und Tiefpunkte eines reichhaltigen Lebens: unterhaltsam von Schauspielern, Sängern und Tänzern dargeboten. In den Hauptrollen Herbert Knaup („Das Leben der Anderen“) als Axel Springer, Leslie Malton („Der große Bellheim“) als Friede Springer, Peter Jordan als Rudolf Augstein und Rainer Brandt als Erich Mielke.

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