Wolfgang Müller – Die sicherste Art zu reisen // Review

Mit „Americana“ und „Brachland“ hat Wolfgang Müller bereits zwei Songs aus seinem neuen Album  veröffentlicht. „Die sicherste Art zu reisen“ (VÖ: 6. April 2018) ist das mittlerweile sechste Studioalbum des Hamburger Singer-Songwriters. In Eigenregie, mit eigenem Label und mit Hilfe von Crowdfunding wurden die elf neuen Songs produziert. „Wolfgang Müller – Die sicherste Art zu reisen // Review“ weiterlesen

Dexter – Haare nice, Socken fly // Review

Dexter Haare nice, Socken fly Review Kritik

Beat-Producer Dexter ist zurück am Mikrofon. Der Heilbronner Musiker hatte zuletzt ein beachtenswertes Instrumental-Album vorgelegt. Nun will er sich selber beweisen, dass er auch als Rampensau eine gute Figur macht. Fans konnten sich davon schon auf der abgelaufenen Fatoni-Tour überzeugen, wo Dexter in einigen Städten im Vorprogramm zu sehen und zu hören war.  „Dexter – Haare nice, Socken fly // Review“ weiterlesen

Dispatch – America, Location 12 // Albumkritik x Gewinnspiel

Dispatch America, Location 12 Cover

Es ist die Band, die mich seit meinem Studium durchgehend begleitet hat: Dispatch. Nun erscheint mit „America, Location 12“ das neue Studioalbum der US-amerikanischen Indie-Band aus Boston. Nach fünf Jahren Funkstille haben sich Chad Urmston, Pete Francis Heimbold und Brad Corrigan also wieder zusammengefunden, um damit weiterzumachen, was für sie 1996 als großes Abenteuer begann. Dabei war die Band 2002 schon fast am Ende. Damals trennten sich die Wege und die drei Musiker versuchten mit unterschiedlichen Solo-Projekten ihr Glück. 2007 fand man sich für drei Zimbabwe-Benefiz-Konzerte im Madison Square Garden ein – jedes Mal ausverkauft. 2011 folgte eine EP und 2012 schließlich wieder ein Studioalbum. „Dispatch – America, Location 12 // Albumkritik x Gewinnspiel“ weiterlesen

Juicy Gay – Hallo, wie geht’s? (Review)

Juicy Gay HWG Review Kritik

Wer wissen möchte, wer sich hinter dem Rapper Juicy Gay (angelehnt an den US-Rapper Juicy J) verbirgt, sollte sich in jedem Fall die Kurz-Dokumentation „Borken Calling“ angucken. Das Team vom splash! Mag hat den Borkener Rapper ein wochenende durch seine Heimatstadt – inklusive Dorffest, Privat-Party, Flohmarkt und Fischteich begleitet. Nachdem Arthur Rudt, wie Juicy mit bürgerlichem Namen heißt, zunächst begann seine Tracks und Mixtapes selber zu produzieren und bei Soundcloud und YouTube kostenlos ins Netz zu stellen,  hat er sich immer weiter professionalisieren können. Auch seine Bekanntheit konnte er immer weiter steigern. Auch weil viele zunächst dachten, er wäre der erste offen schwule Rapper Deutschlands. Ein Missverständnis, das er später selbst widerlegte. Er hat bereits mit anderen Deutschrap-Artists wie Money Boy a.k.a. YSL Know Plug („Juicy Gay“) , Haiyti („Das hat nichts zu bedeuten“) oder LGoony („Sace Sace Remix„) zusammengearbeitet.  „Juicy Gay – Hallo, wie geht’s? (Review)“ weiterlesen

LGoony – Intergalactica (Albumkritik)

LGoony Intergalactica Cover Airforce Luna

Nach einer kreativen Schaffenspause meldet sich der Kölner Rapper LGoony eindrucksvollen mit einem neuen Album zurück. Die neue Platte trägt den vielversprechenden Titel „Intergalactica“ und markiert zugleich einen neuen Abschnitt in LGoonys Diskographie.

Seine bisherigen Mixtapes „Space Tape Vol. 1: Goonyverse“, „Grape Tape“ und auch das Kollabo-Album „Aurora“ , das er gemeinsam mit Crack Ignaz („Marmeladé“ ) aufgenommen hat, waren je als kostenloser Download erhältlich.

Die 13 neuen Songs wird es erstmals nicht mehr nur als Free Download (via Airforce Luna), sondern auch als physischen Tonträger in Form einer CD und als digitalen Download geben. Darüber hinaus wird „Intergalactica“ auch auf diversen Streaming-Portalen verfügbar sein.

LGoony veröffentlicht „Intergalactica“

Mit „Heilig“ und „Utopia“ sind bereits zwei Songs vor dem offiziellen Release-Termin des Albums, das ursprünglich als Mixtape angelegt war, erschienen. Die Vorab-Singles weisen bereits auf das hin, was man in Albumlänge erfahren wird. Die Fertigkeiten von LGoony haben sich deutlich weiterentwickelt. Die Texte sind deutlich ernster geworden, gleichzeitig kommt Sound stellenweise recht düster daher. Doch das tut der Qualität der Songs keinen Abbruch.

Nach zwei Jahren des Hypes, zeigt der Kölner Rapper nun, das er es tatsächlich ernst meint. Und dem etablierten Rap-Business den lyrischen Mittelfinger weiter deutlich unter die Nase hält.

Neben „Heilig“ , dem vielleicht besten Track auf „Intergalactica“ , markiert „Kanye West“, wo Haiyti aka Robbery den Feature-Part übernimmt, ein weiteres Highlight. Die beste Balance zwischen Beats und Rap-Parts liefert aus meiner Sicht der Track „Babylon“ , der erst nach mehrmaligem Hören seine volle Wucht entfaltet.

Seine nachdenkliche Seite lässt Goony auf Tracks wie „Souvenirs“ und „Blutmond“ durchblicken – ruhige Gesangsparts mit einem jeweils sehr reduzierten Beat von No Tricks und Minhtendo.

Für Gary Cooper hat sich LGoony die Unterstützung von Hellraiser aka Yaesyaoh gesichert. Die düsteren Beats liefert Dj Heroin, was perfekt zum Ganster-Thema des Songs passt. Zum Abschluss schießt LGoony dann „Hochhaus“ in den Äther, einen lässigen Hänger-Track, den man mit und ohne bewusstseinserweiternden Substanzen genießen kann. Vollkommen egal. High wird man von dieser erfrischenden Musik ohnehin.

Das neue LGoony Album „Intergalactica“ erscheint am 23. Dezember 2016 bei Airforce Luna/Believe Digital.

Video

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Intergalactica – Tracklist

1. Intergalactica [prod. Nnty]

2. Heilig [prod. Nikki 3k & Karol Tip]

3. Bugatti [prod. Prosp3ct]

4. Babylon [prod. Dj Heroin & hnrk]

5. Verlieren [prod. Dj Heroin]

6. Utopia [prod. GEE Futuristic & Nikki 3k]

7. Für immer [prod. GEE Futuristic & Nikki 3k]

8. Backstage [prod. Prosp3ct]

9. Souvenirs [prod. No Tricks]

10. Kanye West feat. Haiyti aka Robbery [prod. Dj Heroin & hnrk]

11. Blutmond [prod. Minhtendo]

12. Gary Cooper feat. Hellraiser aka Yaesyaoh [prod. Dj Heroin]

13. Hochhaus [prod. Atilla]

Cover-Artwork: Jana von Schnell