Moderat – III (Albumkritik)

Moderat III Cover Tour Trailer

Moderat, die als Elektro-Supergroup bezeichnete Berliner Band bestehend aus Modeselektor (Gernot Bonsert und Sebastian Szary) und Apparat (Sascha Ring) haben am 1. April ihr drittes Studioalbum “III” veröffentlicht. Die drei Berliner Musiker bezeichnen Moderat gerne als ihre Band fürs Älterwerden – was insbesondere bei den beiden Jungs von Modeselektor leicht zu unterschreiben ist. Jedoch gestaltet sich das Älterwerden auf dem neuem Album etwas poppiger und der Gesangsanteil von Sascha Ring wurde weiter erhöht.

Moderat: „III“ ist nichts mehr für den Club

Den außergewöhnlichen Vorgänger “II” noch im Ohr, enttäuschten mich zunächst die ersten beiden Songs “Eating Hooks” und “Running” etwas. Sascha Rings Stimme vermittelt noch etwas mehr Weltschmerz als ich in Erinnerung hatte – und die Songs kommen schon arg poppig daher. Innerlich stellt man sich gerade die Frage: “Ist das noch Electronica oder schon Pop?” Doch mit dem Track “Finder” geht es dann spürbar bergauf. Mit vielen feinsten elektronischen Spielereien bekommt das Trio immer wieder die Kurve und driftet nicht zu weit in das Genre der Popmusik ab.

„Moderat „Reminder“ – Official Video“

Auf der Platte ist kein bahnbrechender Hit, wie etwa “Bad Kingdom” auf dem Vorgänger. Am ehesten kommt dem noch der als erste Single veröffentlichte Song “Reminder” nahe. Ein schön verspielter Song im typischen Moderat-Stil. Insgesamt ist es schön, dass die Jungs weiterhin ihr Ding einfach durchziehen und dabei vieles ausprobieren. “Running” kommt im 3/4-Takt daher, bei “Gostmother” geben Bonsert und Szary ihr Gesangdebüt, und bei “Animal Trails” hat man plötzlich das Gefühl von einer Gruppe von Trommlern umgeben zu sein. Insgesamt ist “III” ein gelungenes Album, das auch beim mehrmaligen Genuss immer noch interessante Details für den Hörer bereithält. Insgesamt kommt das neue Moderat-Album aber ruhiger und nachdenklicher als sein Vorgänger daher – mehr etwas für das Wohnzimmer oder den Kopfhörer und nichts mehr für den Club.

III: Tracklist

1. Eating Hooks
2. Running
3. Finder
4. Ghostmother
5. Reminder
6. The Fool
7. Intruder
8. Animal Trails
9. Ethereal

Das neue Moderat Album III (externer Partner-Link) ist am 1. April 2016 bei Monkeytown Records erschienen.

Ursa Minor – Björn Kleinhenz (Kritik)

Björn Kleinhenz Ursa Minor Kritik Cover

Björn Kleinhenz, mein absoluter Favorit unter den schwedischen Singer-Songwritern, hat am 20. November sein neues Album „Ursa Minor“ veröffentlicht. Der Titel bedeutet übersetzt so viel wie „kleiner Bär“ heißt und ein Sternzeichen des Nordhimmels. Der Musiker hat bereits unzählige EPs und Alben in Eigenregie aufgenommen und produziert. Als Vorbote auf das neue Album hatte er den Song „Jump“ als Gratis-Track samt Video veröffentlicht. Die zehn neuen Songs sind im vergangenen Sommer im südschwedischen Mala entstanden. Dort hatte sich Kleinhenz mit seiner Band für eine Woche in einer alten Scheune eingeschlossen und das komplette Album aufgenommen. Die Streicher-Arrangements sind in diesem Frühjahr in Berlin geschrieben und mit einem Quartett aufgenommen worden.

„Ursa Minor“ von Björn Kleinhenz

Für Kleinhenz ist „Ursa Minor“ ein ganz persönliches Album geworden. Und zugleich eine echte Teamleistung. Denn alles Musiker, mit denen der Singer-Songwriter zusammengearbeitet hat, sind enge Freunde. Und diese verschworene Truppe hat es letztlich auch geschafft, die melancholische Stimmung der Songs auf die Platte zu bannen.

Was mir persönlich gut gefällt ist, dass Björn sich endlich mal wieder entschlossen hat, ein Album mit einer Band im Hintergrund aufzunehmen. Dadurch klingen seine Songs, die meiste jeder für sich ein kleines, fragiles Meisterwerk sind, noch ein ganzes Stück besser. Dass es der Schwede noch immer nicht zu größrer Bekanntheit geschafft hat, kann ich mir nur so erklären, dass er es weiterhin vorzieht, nur die Musik zu machen, die er am meisten liebt. Ohne Rücksicht auf Timelines, Abgabegristen und nervige Labelchefs, die einem im Nacken sitzen.

Wie man disen Zeilen bishr schon entnehmen konnte, bin ich also mal wieder begeistert von den neuen Songs. Ein Album, das ich jedem empfehlen kann, der er sich im Herbst mal gerne mit einem Glühwein oder einer heißen Schokolade auf dem Sofa gemütlich macht, um dabei ganz bewusst Musik zu hören. Und natürlich auch in fast allen anderen Lebenslagen kann man sich dieses und viele anderen Alben von Björn Kleinhenz anhören. Gerade dann, wenn man noch überhaupt gar nichts von ihm kennt. Meine persönlichen Anspieltipps auf „Ursa Minor“ sind die Tracks „Lonely Hunter“ , „Braveheart“ und die Single „Jump“.

„Björn Kleinhenz – Jump (Official Video)“

Ursa Minor: Tracklist
1. The Tree Of Sadness
2. Raymond
3. Lonely Hunter
4. The King Of The Clowns
5. Tageröd Struten
6. Braveheart
7. Demons
8. Ursa Minor
9. Jump
10. Before The Ride

Das neue Björn Kleinhenz Album „Ursa Minor“ erscheint am 20. November 2015 bei Jellyfant Records.

Cover-Artwork: Emma Ekstam

Curlyman – ICE 276 EP (Kritik)

Curlyman ICE 276 EP Cover Artwork

Tja, was soll ich sagen. Der gute Curlyman begleitet mich nun schon eine ganze Weile. Mit der „cvrly as fvck“-EP fing 2013 alles an, 2014 führte ich für meinen Blog eines der ersten Interviews mit ihm, und zu meiner großen Freude ist er 2015 immer noch am Start und kündigt eine neue EP an. Denn: Am kommenden Freitag erscheint mit der „ICE 276 EP“ das erste Release von Curlyman via Styleheads Music. Gemeinsam mit den Beat-Lieferanten Enaka, Brenk Sinatra und Max Yeah hat der gebürtige Karlsruher mit den Korkenzieherlocken ein paar recht gute Songs produziert. Sechs Stück sind es an der Zahl – fünf Songs plus eine Remix-Version.

Curlyman veröffentlicht „ICE 276 EP“

Zu meinen persönlichen Highlights der EP zählen die Tracks „Eistee“ und „Will Ich Nich“. Dabei pendelt der Rapper sprichwörtlich zwischen seiner neuen und der alten Heimat. Erzählt von seinem Leben als Pendler zwischen Karlsruhe und Berlin. Dabei geht es in seinem Texten um die Abhängigkeit eines Solo-Künstlers von äußeren Zwängen – im Alltag wie im Job. Und letztlich auch um den Reifeprozess vom Rapper zum ernstzunehmenden Künstler, dem „keiner was zu sagen hat“. Curlyman hat das Potential seine Message auch in Albumlänge an den Start zu bringen. Für mich der logische nächste Schritt.

„Curlyman – ICE 276 Snippet (Video)“

ICE 276 EP: Tracklist

1. Alles Cool
2. Dope
3. Eistee
4. Was wollt ihr machen
5. Will ich nich
6. Will ich nich (Enaka Remix)

Die neue Curlyman „ICE 276 EP“ erscheint am 13. November 2015 bei Styleheads Music.

Unter meinem Bett – Kinderlieder-Sampler (Kritik)

Unter meinem Bett Kinderlieder Sampler Compilation

Für den Kinderlieder-SamplerUnter meinem Bett“ haben sich die vielleicht besten Singer-Songwriter der Republik zusammengefunden. Das Ziel des musikalischen Projekts: Neue Kinderlieder, die auch den Erwachsenen Spaß machen sollen. Denn viele der Künstler sind auch für die ältere Hörerschaft ein Begriff. Und viele der Eltern dürften schon einmal auf einem Konzert von Olli Schulz, PeterLicht, Pohlmann, Bernd Bergemann oder Die höchste Eisenbahn gewesen sein. Zumindest dann, wenn man auf diese Art der deutschen Pop-Musik steht, die etwas leiser daherkommt und gar nicht erst den Anspruch erhebt, dass man sie in den ganz großen Hallen spielt. Etwas nischig also.

Unter meinem Bett: Neuer Kinderlieder-Sampler

Nun kommen also diese Künstlern in den Genuss, zukünftig auch in den Kinderzimmern der Republik gehört zu werden. Oder eben im Auto, wenn sich die ganze Familie samt ihrer sieben Sachen zum Herbstspaziergang aufmacht oder in den Winterurlaub aufbricht. Ich persönlich habe mich schon entschieden und den Sampler in der Vinyl-Edition gekauft.  Und da dem Sampler in der Vinyl-Ausgabe auch noch auf CD beiliegt, kann man die Lieder also auch ganz entspannt im Auto oder dem tragbaren Ghettoblaster genießen.

Insgesamt ist das Projekt eine wirklich runde Sache, da vor allem Eltern in den Genuss kommen, und gemeinsam mit ihren Liebsten die Songs der deutschen Singer-Songwriter-Elite anhören können. Und gerade bei Kinderliedern tut ein wenig Abwechslung über die Jahre auch mal gut. Dass werden sich sicherlich auch viele Eltern denken und daher zugreifen. Denn schließlich will man ja nicht nur die Songs hören, die man schon selber als Kind im eigenen Kinderzimmer mit dem Kassettenrekorder gehört hat. Als Anspiel-Tipps empfehle ich „Der Tee von Eugenia“, „Maulwurf“ und „Theme from Kommissar Ärmchen“, den Olli Schulz zuletzt auch immer wider in seiner Radioshow „Sanft und Sorgfältig“ mit Jan Böhmermann promotet hatte.

Auf SoundCloud kann man in alle dreizehn Tracks des „Unter meinem Bett„-Samplers reinhören.

Unter meinem Bett: Tracklist

1. Francesco Wilking & Moritz Krämer – Der Tee von Eugenia
2. Gisbert zu Knyphausen: Immer muss ich alles sollen
3. Bernd Begemann: Den ganzen Sommer lang
4. Desiree Klaeukens – Große Pause
5. Pohlmann – Maulwurf
6. PeterLicht – Gegenteiltag
7. Olli Schulz – Theme from Kommissar Ärmchen
8. Jan Plewka – Der grimmige alte Mann
9. Käptn Peng – Der Habicht und der Hahn
10. Clickclickdecker & Die Barneramas – Ich häng irgendwo dazwischen
11. Moritz Krämer & Francesco Wilking: Weil ich groß bin
12. Wolfgang Müller – Lied von den Wölfen
13. Nils Kippruch – Unter meinem Bett

Der Sampler „Unter meinem Bett“ ist am 16. Oktober 2015 bei Tonpool Medien/Oetinger Audio Hörspiel erschienen.

Mono & Nikitaman – Im Rauch der Bengalen (Kritik)

Mono & Nikitaman Im Rauch der Bengalen Album Cover

„Die Welt von oben sieht gut aus“, besingen Mono & Nikitaman im Song „Parkdeck“ vom neuen Album „Im Rauch der Bengalen“ . Und ein wenig drückt dies schon aus, was die beiden Musiker mit dem Release am 30. Oktober empfinden müssen. Denn: Es ist der erste Tonträger, der auf dem eigenen Label M&N Records veröffentlicht wird. Insgesamt 14 Tracks haben es auf das fünfte Studioalbum geschafft. Mit „Bääm“ wird der Neustart mit eigenem Label zelebriert und gleichzeitig ein großer Dank an alle Fans und Unterstützer rausgegeben. „Parkdeck“ ist eine perfekte Aussteiger-Hymne mit großem Mitsing-Potential. Und mit „Ein Haus Ist Kein Zuhause“ bekennen sich Mono & Nikitaman zu einer klaren politische Haltung, die da lautet: Flüchtlinge willkommen!

Im Rauch der Bengalen: M&N mit neuem Album

Insgesamt besitzt das Album insgesamt einen hohen Durchhör-Faktor. Auch viele der weiteren Songs spielen mit der Sehnsucht nach fernen Ländern, dem Abschalten, Digital Detox und dem Motto Freundschaft und Vertrauen. Alles folgt einem sehr poppigen Konzept, mit wenigen Ausreißern nach unten. Lediglich beim letzten Song, „Nicht zu verlieren“, könnte man fast denken könnte, es handele sich um Helene Fischer-Song, so schnulzig kommt der Text in Verbindung mit der Melodie daher. Darüber kann man aber hinweg sehen. Denn in Summe haben Mono & Nikitaman mit „Im Rauch der Bengalen“ ein tolles Album abgeleiert, was den fans gefallen dürfte und gleichermaßen neue Hörer anlocken dürfte.

„Mono & Nikitaman – Parkdeck (Video)“

„Mono & Nikitaman – Ein Haus Ist Kein Zuhause (Video)“

Im Rauch der Bengalen: Tracklist

1. Alles Zurück
2. Parkdeck
3. Keine Schuhe
4. Bääm
5. Rot
6. Mensch
7. Zuhause (Interlude)
8. Ein Haus ist kein Zuhause
9. Brennholz
10. Weit weg
11. Eine Sekunde
12. Verstärkung
13. Irgendwie und ich
14. Nicht zu Verlieren
Das neue Mono & Nikitaman Album „Im Rauch der Bengalen“ erscheint am 30. Oktober 2015 bei M&N Records.

Manfred Groove – Ton Scheine Sterben (Kritik)

Manfred Groove Ton Scheine Sterben

Neuigkeiten vom Rummelplatz: Mit seinem 1000 Bars langen Rap-Monolog „Von Nichts“ sorgte das HipHop-Duo Manfred Groove im vergangenen Frühling für Aufsehen. Ein Song, zehn Kapitel in rund 46 Minuten runtergerappt. Das macht Eindruck und sorgte dafür, dass die beiden Hoodie-Träger, Rapper Milf Anderson und Produzent YellowCookies, erstmals einem breiteren Publikum bekannt wurden. Zahlreiche Blogs, auch ich, berichteten damals über die außergewöhnliche Veröffentlichung. Nun haben die beiden also die nächste Stufe ausgemacht, die es zu erklimmen gilt, und werden ihr Debütalbum „Ton Scheine Sterben“ am 30. Oktober auf ihrem eigenen Label Rummelplatzmusik veröffentlichen.

Manfred Groove veröffentlichen „Ton Scheine Sterben“

Und auch auf dem neuen Longplayer dreht sich wieder alles um eingängige Beats, doppelbödige Texte und einen Stil, der nicht so recht in die hiesige HipHop-Landschaft passen will. Warum das so ist, kann das Duo am besten selber erzählen. Sie beschreiben die Musik auf „Ton Scheine Sterben“ als „erwachsen, oldschoolig, entspannt und sprachverliebt“. Auch der Titel lässt reichlich Raum für Interpretation: Am Anfang steht der Ton, am Ende das Sterben. Und irgendwo dazwischen, hofft man, eine Menge Scheine, also Geld gemacht zu haben, um über die Runden zu kommen. Wer sich Songs wie „Von Allem“, „Sambaschlappen“ oder „Das Wahre und Schöne“ anhört, wird schnell erkennen, dass es Manfred Groove eben nicht um den schnellen Erfolg, den unbedingt eingängigsten Beat geht. Das Erzählerische steht im Vordergrund, und doch wissen die beiden Musiker, wie man einen guten Track produziert, ohne den Zuhörer mit dem ewig gleichen Soundgeballer zu langweilen. „Sambaschlappen“ ist ein solcher Song, zu dem Manfred Groove auch ein äußerst lässiges „Homestory-Musikvideo“ veröffentlicht haben.

„Manfred Groove – Sambaschlappen (Video)“

Aber es gibt auch eindeutigere Songs, die eher nachdenklich daherkommen. So wie „Die Rückverzauberung Der Welt“ zum Beispiel.

„Manfred Groove – Die Rückverzauberung der Welt (Video)“

Und dann sind auf „Ton Scheine Sterben“ noch zwei Feature Tracks zu finden. Auf „Vom Jägersitz aus“ ist T der Bär als Gast geladen. „Bruder Soul“ hat gleich mehrere MCs versammelt. Unter anderem auch Textor, der bis 2008 Teil des Ulmer Hip-Hop-Duos Kinderzimmer Productions war. Für Manfred Groove war die „Verpflichtung“ anscheinend ein echter Glücksgriff, wie sich schnell herausstellen sollte. Zum einen, weil Textor auf die Anfrage hin schnell zusagte. Zum anderen, weil er laut Sandro di Lorenzo, Gründer des Labels Rummelplatzmusik und zugleich einer der beiden Köpfe hinter Manfred Groove, ein „absolutes Wunschfeature“ für den Track war. „So ein abstraktes Thema, wie den Tod Gottes oder die Bedeutung von Glaubenssystemen, kann meines Erachtens nicht jeder MC behandeln. Und bei Textor wusste ich, dass er das auf diese lakonische Art und Weise hinkriegt – also habe ich ihm den Track geschickt und ihn gefragt, ob er Bock hat – weil ihm auch das Thema nahe liegen dürfte“, so di Lorenzo weiter.

Wer sich den knapp acht Minuten lange Song anhört, taucht ziemlich schnell in die Welt von Manfred Groove ein. Breit ausstaffierte Welten werden dort durch Text erschaffen. Mit reichlich Grips und ohne unnötiges Bling-Bling oder Big Pimpin. Der Song erinnert an die Anfänge der deutschen Rapmusik, wo man oftmals auch vom Sprechgesang sprach. Das trifft es letztlich ganz passend. Und so schließt sich auch der Kreis – von den heutigen MCs und deren charttauglicher Pop-Musik – zur künstlerischen Freiheit von Manfred Groove. Sie klingen ein wenig Oldschool, ohne den Stil von damals zu Tode reiten zu wollen. „Ton Scheine Sterben“ ist daher keineswegs harte Kost im Sinne von prolligen Kerlen, die ihre achso schwere Kindheit im Sozialbau besingen wollen. Doch ein wenig Grips und Hirn benötigt man schon, um die textlich schwere Kost von Manfred Groove verdauen zu können. Und das geht tatsächlich auch in Sambaschlappen.

Manfred Groove Ton Scheine Sterben Cover Album Artwork
Ton Scheine Sterben von Manfred Groove Bild: Rummelplatzmusik

Ton Scheine Sterben: Tracklist

1. Intro
2. Von Allem
3. Goldstaub
4. Sambaschlappen
5. Das Glück und die Liebe
6. Das Wahre und Schöne
7. Aus meinem Leben
8. Die Gesetze der Mechanik
9. Vom Jägersitz aus feat. T der Bär
10. Die Rückverzauberung der Welt
11. Eines Tages sterben
12. Ich besitze ein Boot
13. Treibgut
14. Alles gut
15. Dreh den Bass auf Durchfall
16. Kreisförmig
17. Der Helm (Patchworks Remix)
18. Bruder Soul feat. Freidenker, Tim Sander, Textor, Maximum One, CID

Das neue Manfred Groove Album „Ton Scheine Sterben“ erscheint am 30. Oktober 2015 bei Rummelplatzmusik.

Soundbar – Akita Mani Yo (Kritik)

Soundbar veröffentlichen "Akita Mani Yo"

Es ist wirklich nicht einfach den Sound der Band Soundbar zu beschreiben. So unterschiedlich klingen die Songs auf ihrem Debütalbum „Akita Mani Yo„. Beim Titel fällt nach einiger Recherche und beim Blick auf das Cover auf, dass die Indianer zum zentralen Thema der Platte zählen. Kein Wunder, tragen die Songs doch Namen wie „Wild Wild West“, „Mississippi“ oder eben „Indianer“. Akita Mani Yo heißt in der Sprache der Navajo-Indianer übersetzt wiederum so viel wie: Ich wünsche dir alles Gute. Und das kann man der sechsköpfigen Indie-HipHop-Kombo wohl auch wünschen, wenn in der kommenden Woche der erste Longplayer in die Läden kommt. Soundbar, das sind zwei Rapper, eine Sängerin – begleitet von weiteren Musikern an Gitarre, Bass, Keyboard, Schlagzeug und Posaune. Mich persönlich hat der Sound gerade beim ersten Durchhören ein wenig an Seed, Culcha Candela oder auch Luis Laserpower (haben sich mittlerweile leider aufgelöst) erinnert.

„Soundbar – Indianer (Official Video)“

Soundbar veröffentlichen ihr Debütalbum

Die Songs machen allesamt gute Laune, ohne dabei textlich zu überfordern. Und das ist eindeutig positiv gemeint. Darüber hinaus gibt es keine belehrenden Elemente oder verkopfte politische Botschaften, die dem Hörer den Zugang zur Musik erschweren könnten. Eine Tauglichkeit für das klassische Formatradio kann ich daher nicht verneinen. Das übergreifende Thema „Indianer“ fasziniert auch dahingehend, dass es inhaltlich als verbindendes Element der eizelnen Songs auf der Platte dient. Der erste und letzte Track des Albums – in denen ein Erzähler zu Wort kommt – dienen als textliche Klammer, die den Hörer in die Welt der Kombo eintauchen lässt. Soundbar wollen eben nicht als eine billige Kopie einer erfolgreichen Band daherkommen, sondern ein eigenständiges Konzept abliefern. Und das besteht für mich aus einer guten Mischung aus poppigen Songs, aber auch viel Reggae und eben Hip Hop. Die Eigenständigkeit der Band bleibt zu jedem Moment auf dieser Platte gewahrt.

„Soundbar – Mississippi (Official Video)“

Auf „Candelistan“-Tour mit Culcha Candela

Richtig spannend dürfte es sein, die Band einmal in voller Aktion und mit richtiger Bühnenshow erleben zu dürfen. Und dazu wird es zeitnah auch zahlreiche Möglichkeiten geben. Denn direkt nach der Veröffentlichung von „Akita Mani Yo“ geht es ab dem 20. Oktober als Support-Act auf die „Candelistan„-Tour von Culcha Candela. Dabei werden zahlreiche Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz bespielt. Wer die Band live erleben möchte, sollte sich also rechtzeitig um ein Ticket kümmern.

20.10. Werk 2, Leipzig
21.10. Capitol, Hannover
22.10. FZW, Dortmund
23.10. Modernes, Bremen
25.10. Docks, Hamburg
27.10. Batschkapp, Frankfurt
28.10. Maimarkt Club, Mannheim
29.10. Longhorn, Stuttgart
30.10. Bierhuebeli, Bern (CH)
1.11. Dynamo, Zürich (CH)
2.11. Stadthalle, Singen
3.11. Tonhalle, München
4.11. Ottakringer Brauerei, Wien (AT)
6.11. E-Werk, Erlangen
7.11. Hegelsaal, Bamberg
8.11. Freiheitshalle, Hof
9.11. Live Music Hall, Köln
10.11. Ringlokschuppen, Bielefeld
11.11. Columbiahalle, Berlin

Soundbar Akita Mani Yo Cover album Artwork
Akita Mani Yo: Das Debütalbum von Soundbar Bild: Intono Records

 

Das neue Album „Akita Mani Yo“ erscheint am 16. Oktober 2015 bei Intono Records.

Akita Mani Yo: Tracklist

1. Akita Mani Yo
2. Mississippi
3. Über Flüsse
4. Lass Dich Fallen
5. Antiheld
6. Indianer
7. Wild Wild West
8. Alles Gut, Alles Okay
9. Typen Wie Wir
10. Für Dich
11. Nie Erwachsen
12. Generation X
13. Akita Mani Yo [Part 2]

Foto-Credit (oben): facebook.com/SoundbarRecords