Inoffizieller Mercedes-Spot: Klein-Adolf unterm Rad

Dass es sich um einen nicht von Mercedes autorisierten Spot handeln dürfte, wird auch ohne die (nachträglich) hinzugefügten Infos im Vorspann, Abspann und in der Bauchbinde (ja, so heißt das) im Clip schnell klar. Doch von Anfang an. Was ist denn überhaupt passiert? Die Filmstudenten Tobias Haase, Jan Mettler, und Lyhdia Lohse haben einen provokanten Clip zum „Collision-Prevent-Assist-System“ von Mercedes gedreht. Mit einem erstaunlichen Ende.

Inoffizieller Mercedes-Spot: Filmstudenten sorgen für Aha-Effekt

Die Luxusklasse gleitet durch eine dörfliche Idylle, es werden Männer und Frauen bei der Arbeit gezeigt, Kinder spielen – der Mercedes erkennt die drohende Gefahr und bremst automatisch ab. Alles erinnert von der Stimmung her ein wenig an „Das Weiße Band“, dem Spielfilm-Erfolg von Michael Haneke aus dem Jahr 2009. Ein echtes Kompliment an die Filmstudenten, die Produktion wirkt sehr professionell. Doch gegen Ende des inoffiziellen Mercedes-Spots, der Mercedes fährt weiterhin durch die Landschaft, ist ein kleiner Junge mit Drachen in der Hand zu sehen. der Wagen kommt näher, die Musik wird dramatischer und dann ist es passiert: der Wagen trifft den Jungen aus voller Fahrt.

Collision-Prevent-Assist-System: Maschine mit einer Seele?

Die Mutter am Fenster ruft erschrocken: Adolf! Nun wird klar, was hinter dem Ganzen steckt. Der Wagen verlässt das Dorf, der Zuschauer sieht ein Schild am Ortsausgang mit der Aufschrift „Braunau am Inn“, dem Geburtstort von Adolf Hitler. Dann erscheint der Satz auf dem Screen: „Erkennt Gefahren, bevor sie entstehen.“ Großartiger Twist, den der einmütige Spot am Ende nimmt und ein wirklich innovativer Beitrag der Kategorie „Kein Bock auf Nazis“. Wir hoffen, dass wir von Tobias Haase und seinen Mitstudenten noch viel hören werden!

MCP from dath – Tobias Haase on Vimeo.

Eine Antwort auf „Inoffizieller Mercedes-Spot: Klein-Adolf unterm Rad“

  1. Geschmaklos und Schwachsinnig. Ein Mercedes kann also um Jahre in die Zukunft schauen? was wäre wenn der kleine Adolf durch andere Umstände kein Diktator sondern ein Arzt gewörden wäre der den Urgroßeltern der Filmemacher das Leben gerettet hätte?
    Studentische Vollpfosten eben…..

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