Spiegelreflexkamera

Die Spiegelreflexkamera ist tot, es lebe die (digitale) Spiegelreflexkamera! So muss man es fast sagen, wenn man sich umguckt. Waren vor wenigen Jahren noch kleine und handliche Digital-Kameras angesagt, wie in den 80er-Jahren Mikrowellenessen, dominieren heute auf Konzerten und an geschichtsträchtigen Orten wie der Berliner “East Side Gallery” digitale Spiegelreflexkameras das Bild. Doch warum möchten man sich mit dem vom Handling her eher unpraktischen Gerät schmücken? Klar, für professionelle Mode-, Food- und Musik-Fotografen ist die Spiegelreflexkamera – analog oder digital – ein unverzichtbares Arbeitsmittel. Aber was möchte der Geographie-Student mit Jutebeutel, Jeanshemd und Hipster-Schnäuzer damit?

Hipster-Lexikon: Spiegelreflexkamera

Es ist nur damit zu erklären, dass man sich im Zuge voranschreitender technischer Weiterentwicklung absetzen möchten und das “einzig wahre Bild” mit der Kamera einfangen will. Denn den gegensätzlichen Trend, den schnellen Schnappschuss mit dem Smartphone, den gibt es ja schließlich auch –  in Zeiten von Facebook, Google Plus und Twitter. Der Streifzug mit der eigenen Spiegelreflexkamera durch den Großstadtdschungel ist hingegen etwas ganz besonders, ja individuelles. Man wird selbst nicht nur zum Produzenten, ja Schöpfer künstlerisch wertvoller Werke. Die Chemnitzer Band “Kraftklub” hat dieses Phänomen in ihrem Song “Ich will nicht nach Berlin” auf  lustige Art und Weise verarbeitet.

Schließlich muss man das Ganze immer mit einem Augenzwinkern betrachten und das die Fotos mit einer entsprechenden Kamera, bei entsprechender Anwendung auch deutlich bessere Ergebnisse liefern. Linse zu!

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