Wayfarer

Ein richtiger Hipster braucht natürlich auch eine angemessene Sonnenbrille. Buddy Holly, Marilyn Monroe, Roy Orbison, Bob Dylan Rivers Cuomo (Weezer) und andere Größen der Rock- und Pop-Kultur haben sie längst salonfähig gemacht: die Wayfarer. Die Sonnenbrille aus dem Hause Ray-Ban wird seit 1956 gefertigt und hat seitdem immer wieder ihren Weg zu den Kunden gefunden. Auch, wenn sich die klassische Wayfarer und ihre Abkömmlingen nicht immer blendend verkauften, ist das Modell noch heute als Sonnenbrille auf der Nase sehr gefragt. Der Erfolg rührt auch daher, dass das Modell Wayfarer von Frauen und Männern gleichermaßen getragen werden kann, also ein Unisex-Modell ist.

Nach einer kurzen Dürreperiode verhalfen die Blues Brothers in der 80er-Jahren des ausgelaufenen Jahrhunderts dem Modell zu neuer Bekanntheit. Ein neuer Trend einer hippen Generation war geboren und junge Menschen kleideten sich gerne mit dem Objekt der Begierde. Doch schon wenige Jahre später schien der Hype wieder einmal abzukühlen und die Macher entschieden sich zu einem fast schon radikalen Schritt und änderten das Design der Brille mit Beginn der 2000er-Jahre. So wurden unter anderem die Bügel schmaler und die auslaufenden Seiten der Brillengläser weniger eckig designed. Und siehe da: das Design schien wieder den Nerv der Zeit zu treffen.

Ab sofort war die Wayfarer wieder hip genug, um von Promis und Möchtegern-Sternchen in der Öffentlichkeit getragen zu werden. Für die wenigsten (deutschen) Träger mag der Begriff Wayfarer geläufig sein, auch weil es mittlerweile auch hierzulande genug Nachahmer und Imitate des klassischen Sonnenbrillen-Designs von Ray-Ban gibt. Vor ein paar Jahren war sogar Optiker-Platzhirsch Fielmann ein Modell im Wayfarer-Design für gerade einmal fünf Euro auf den Markt. Und so überrascht es kaum, dass sie in den hippen Kiezen deutscher Großstädte und auch sonst wieder fast schon inflationär getragen wird.

Mehr Begriffe gibt es hier: Hipster-Lexikon

Schreibe einen Kommentar