Urban Gardening: In Hamburg und Umgebung

“Urban Gardening” ist an sich nicht neu und in anderen Städten dieser Erde längst etabliert. Das “urbane Landwirtschaften” ist in weiten Teilen jedoch mehr oder weniger aus der Not geboren und vor allem dort zu finden, wo Lebensmittelknappheit aufgrund von Armut und/oder fehlender Angebote an Alternativen vorherrscht. In Mega-Cities, die größtenteils aus Armutsviertel und so genannten Slums bestehen. In der westlichen Welt und nicht zuletzt in Deutschland bezeichnet “Urban Gardening” eine hippe Alternative zum gewöhnlichen Shopping-Erlebnis im Supermarkt oder auf dem Markt. In Städten herrscht Flächenknappheit, was den Anbau von Gemüse und Obst erschwert. Zudem bietet der Balkon einer Mietwohnung nicht ausreichend Platz, um einen “Selbsternte Garten” anzulegen.

Urban Gardening: Konsum und Kontrolle

Doch wie kommt es überhaupt dazu? Im Zuge der “selber Machen”-Bewegung wollen auch immer mehr Stadtbewohner wissen, woher ihre Lebensmittel kommen und daher am liebsten selbst die Kontrolle über das konsumierte Obst und Gemüse haben. Daher stehen “urbane Gartenanlagen” zum selber bewirtschaften in Großstädten wie Hamburg und Berlin gerade voll im Trend. Auch in der näheren Umgebung dieser Metropol-Regionen nehmen entsprechende Angebote durch die hohe Nachfrage zu. Kein Wunder: Neben selber basteln, nähen oder stricken ist das selber bewirtschaften eigener oder gepachteter Gartenflächen extrem angesagt. Dazu kommt, dass man sich die Früchte- und/oder Gemüse-Sorte selbst zusammenstellen und später auch ernten kann. Ein Hauch der Bio-Bewegung schwingt beim “Urban Gardening” natürlich ebenfalls mit, aber das Schöne daran, jeder kann selbst bestimmen, wie aktiv er die Sache betreibt bzw. betreiben möchte.

Urban Gardening: In Hamburg und Umgebung

Auch in Hamburg und Umgebung ist der Trend längst angekommen. Angebote nehmen stetig zu und bereits etablierte Anbieter denken über erste Preiserhöhungen zur Nutzung der zu bewirtschafteten Flächen nach oder haben dies bereits für die kommende Saison berücksichtigt. Im Hamburger Bezirk Eimsbüttel setzt sich sogar die Partie “Bündnis 90/Die Grünen” für die Bewegung ein und kommt laut Pressemitteilung zu dem Ergebnis: „Urban Gardening-Angebote sind für das hochverdichtete Eimsbüttel eine Bereicherung und steigern hier die Lebensqualität, da sie einen Zugang zur Natur ermöglichen, der in der Stadt nicht so einfach zu finden ist“. Mehr dazu kann hier nachgelesen werden. Passt ja auch irgendwie zum Konzept, dass die “Grünen” auch auf Bundesebene vertreten.

Doch wo kann man in und um Hamburg ein entsprechendes Angebot nutzen? Wir haben ein paar Adressen und Angebote aus Hamburg und Umgebung zusammengestellt:

Erntezeit: Gut Schäferhof (westlich von Hamburg)
Schäferhofweg 34
25482 Appen
Web: www.gut-schaeferhof.de

Erntezeit: Hof Facklam (südlich von Hamburg)
Scharlbarg 15
21149 Hamburg/Fischbek
Web: www.hof-facklam.de

Weitere Infos zu den beiden Erntezeit-Angeboten unter http://gaertnernmachtgluecklich.de

Gartendeck
Große Freiheit 62-68
22767 Hamburg
Web: www.gartendeck.de

Hofcafé Ramcke Saisongarten
Eidelstedter Feldmark/Holloswisch
22523 Hamburg
Web: www.hofcafe-ramcke.de/saisongarten.html 

Hof vorm Deich
Reitbrooker Hinterdeich 291
21037 Hamburg
Web: www.hofvormdeich.de

Interkultureller Garten Hamburg-Wilhelmsburg e.V.
Fährstr. 74
21107 Hamburg
Web: www.interkgarten.de

Initiative Interkultureller Garten Norderstedt
Ochsenzoller Str. 85
22848 Norderstedt
Web: www.ikg-norderstedt.de

Keimzelle
Marktstraße/Ecke Ölmühle
20357 Hamburg
Web: http://keimzelle.rindermarkthalle.de

Urban Gardening: Kosten und Saisonzeiten

Die Saison der “Urban Gardening”-Angebote oder “Interkulturellen Gärten” beginnt in der Regel ab Mitte März und endete im September. Je nach Ziel und Ausrichtung des Projekt fallen für das Bewirtschaften Kosten pro Saison an. Für die kommerziellen Flächen liegt der Beitrag in der Regel bei 90 Euro, mancherorts werden aber auch mal 160 Euro verlangt, was aber auch von der Größe der Fläche und den sonstigen Leistungen abhängt. Daher immer vorher einmal klären, für welche Art des “Urban Gardening” oder “Selbsternte Gärten” man sich interessiert.

Auch macht es Sinn, sich vorher zu überlegen, welche Ziel man sich mit diesem Projekt setzen möchte, was beim Anbau und der Pflege zu beachten ist und mit welchen sonstigen Kosten man für ein Jahr/eine Saison grob planen muss. Denn egal ob Hipster oder Rentner, jede gelungene Aktion sollte im Vorwege bedacht und geplant werden. Dann kann sich das Ergebnis auch bedenkenlos sehen lassen. Und wem das immer noch nicht zusagt, der kann sich seine Himbeeren oder Erdbeeren während der Saison selber pflücken. Ansonsten: Happy gardening!

Nichts in eurer Näher gefunden? Habt ihr noch weitere Tipps und kennt noch weitere Angebote, die hier nicht aufgelistet sind, dann lasst es uns gerne wissen. Per Kommentar direkt unter dem Artikel oder einfach per E-Mail.

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